was, ist denn schon wieder Juni?!
- sindyk
- 3. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Mannoman, heuer bin ich aber echt spät dran mit dem ersten Eintrag. Aber nicht, dass irgendwer denkt, ich hätte nichts gelesen bisher. So ist es ja nicht.

Gleich zu Jahresbeginn hab ich diesen Ableger der "Flüsse-von-London"-Reihe gelesen. Es ist ein Roman über Tom Nightingale und eines ehemaligen Kollegen in New York der 20er-Jahre. Der übliche Trouble mit magischen Instrumenten, Fae-Wesen und so weiter. Nicht ganz so catchy wie die original Reihe, denn irgendwie lebt diese schon ein Stück weit von Peter Grant, aber durchaus unterhaltsam. Auch wenn für meinen Geschmack die Woke-Agenda wieder zu deutlich durchschimmerte (Schwuler Hauptprotagonist mit farbigem Lover und Crossdresser - das gabs scheinbar wirklich alles damals in New York, also meinetwegen -aber weniger ist oft mehr!).

Dann gleich als nächstes kam dieser Doctor-Who-Roman dran. Es ist eine 7. Doctor/Ace Geschichte. Natürlich wieder in London, natürlich wieder mit Daleks. Speziell die Coal-Hill-Schule scheint eine krasse Anziehung auf Aliens zu haben..
Wie bei den meisten Doctor-Who -Geschichten ist der Plot recht vage, ziemlich unausgegoren und ehrlich betrachtet ziemlich dämlich. Was die Hand des Omega ist, wurde gar nicht genau erklärt, aber auf jeden Fall ist sie unfassbar mächtig und alle wollen sie haben und der Doctor ist klar wieder der einzige, der den Durchblick hat und die Welt retten kann.
Sorry, wenn diese Beschreibung recht unscharf ist, aber bei Doctor-Who-Romanen verliere ich meist schon unterm Lesen den Faden und hab wenig später vergessen, was überhaupt passiert sein soll..

Als nächstes dann ein Versuch, mit Aventurien in Kontakt zu kommen. DSA schreckt mich als Rollenspiel ja bislang etwas ab, weil die Welt so kleinteilig beschrieben ist und mir als potentielle SL zu viel Hintergrundwissen abverlangt. Drum dachte, ich nähere mich mal über einen Roman an. Den ersten Band dieses Dreiteilers hatte ich mal beim Schrottwichteln bekommen und fand ihn recht unterhaltsam. Hab mir dann die komplette Reihe ausgeliehen und auch recht flott durchgeschmökert. Aventurien bin ich kaum näher gekommen, da das Ganze auch einfach eine Geschichte aus tausendundeiner Nacht sein könnte, aber es war auch keine Zeitverschwendung.

Von der "His-dark-Materials"-Reihe hatte ich den ersten Band schon vergangenes Jahr gelesen, nun waren auch Band zwei und drei noch dran. Leider fallen diese immer stärker ab, besonders Band drei wirkt irgendwie belanglos und gequält und uninspiriert. Band eins war noch voller fantastischer Details und Ideen, das wurde in Band 2 schon weniger und auch düsterer, Band drei ist zu aufgebläht und schadet mehr als er nützt. Letztlich aber durchaus lesenswert aber ganz sicher keine Buchreihe für Kinder!!!

Dann dachte ich, ich hätte mit der Erzferkeltrilogie eine unterhaltsame und lustige Buchreihe erwischt. Doch leider hab ich mich mit Band eins echt gequält. Denn in Wahrheit ist diese Geschichte todlangweilig. Ich bekomme gar nicht richtig zu fassen, was mich konkret so angeödet hat, aber Band Zwei und Drei fasse ich so schnell nicht an...
Dabei will der Autor so kreativ und witzig sein. Erzählt jedoch nur klischeehafte Geschichten von bärtigen behelmten Zwergen im Dauerrausch, die keine Frauen mehr haben und ihre Nachkommen aus Eiern ausbrüten. Dann will einer die Macht an sich reißen, und eine Gruppe Zwerge muss als "Schicksalszwerg" das Ende von allen und jedem und dem Rest abwenden, das der Olm dem Hohepriester verkündet hat..

Weil das Erzferkel gar so langweilig war, hab ich zwischendurch dieses Buch eingeschoben. Ich lese die Autorin sehr gern und auch dieses Mal hat sie mich hervorragend unterhalten. Sie versteht es einfach, Charaktere zu zeichnen, die merkwürdig, schrullig und trotzdem liebenswert und einfach sind. Die Geschichte bleibt an keinem Punkt hängen und auch die Spannung ist die ganze Zeit über spürbar.
Es ist die Geschichte einer etwas speziellen Senioren-WG, die mit einem Mord an ihrer Nachbarin konfrontiert ist, dabei den assistierten Freitod ihrer eigenen Mitbewohnerin vertuschen muss und von einer unkomfortablen Situation in die nächste stolpert, weil sich immer im ungünstigsten Moment das Alter der Protagonisten bemerkbar macht.

Als letzten Monat ein Bekannter mir ein Rollenspiel-Regelwerk auf den Tisch legte für das er jemanden suchte, der es leitet, griff ich leichtsinnig zu. Da dem RPG ein Roman vorausging, war es natürlich naheliegend, diesen dann auch zu lesen, um das Setting zu verstehen. Dieser Roman unterhielt mich dann ausgeprochen gut. Es ist irgendwie ein bisschen eine John-Sinclair-Parodie, aber auch mit vielen eigenen kreativen Ideen. Besonders wichtig ist es natürlich, das ganze nicht ernstnehmen zu wollen und den bekloppten Humor zu genießen.
So, und somit seid ihr endlich auf dem aktuellen Stand, was meine Leseaktivitäten dieses Jahr betrifft. Aktuell hab ich auch schon wieder ein Drittel von Dungeoan Crawler Carl geschafft... - viellleicht schaffe ich es ja, hier bald davon zu berichten..
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